| Review von Sascha Wegner |
|
| Geschrieben von Sascha Wegner | |
| Donnerstag, 17 August 2006, 02:48 Uhr | |
|
Die Story: Als der Wissenschaftler Jor-El entdeckt, dass sein Heimatplanet Krypton kurz vor der Explosion steht, schickt er seinen einzigen Sohn Kal-El in einem Raumschiff zur Erde. Kal-El wird von Martha und Jonathan Kent gefunden, die ihn als ihren Sohn erziehen. In seiner Pupertät merkt Kal El jedoch, der von den Kents Clark getauft wurde, wie stark er sich von anderen Menschen unterscheidet. Er erkennt und akzeptiert seine übermenschlichen Kräfte und beschließt eine zweite Identität als Superman anzunehmen, um die Welt sicherer zu machen. Mittlerweile sind jedoch fünf Jahre vergangen, seitdem Superman spurlos verschwunden ist. Die Welt musste ohne ihren Beschützer auskommen, während er im Weltall nach Überresten seiner Heimatwelt suchte. Als Superman zur Erde zurückkehrt muss er allerdings feststellen, wie stark sich die Welt verändert hat. Neben der hohen Kriminalitätsrate, wurde auch Supermans Erzfeind Lex Luthor aus dem Gefängnis entlassen, da Superman beim Gerichtstermin nicht anwesend war. Lois Lane, Supermans große Liebe schrieb unterdessen den mit einem Pilitzer-Preis ausgezeichneten Artikel “Warum die Welt auch ohne Superman auskommt”. Zudem hat Lois mittlerweile einen Sohn und einen festen Freund. Als Lex Luthor mithilfe von Kryptonischer Technik die Weltherschaft an sich reissen will, braucht die Welt Superman dringender als jemals zuvor. Neben Brandon Routh sticht besonders Kevin Spacey als Lex Luthor aus der Besetzungsliste heraus. Vergeßt Gene Hackman und vergesst Bubi-Lex-Luther aus der TV-Serie Smallville. Kevin Spacey ist in meinen Augen der perfekte Lex Luthor. Lex ist durchtrieben und komplett böse. Man erkennt keinerlei Anwandlungen von Sympathie, was man auf die schauspielerische Klasse von Kevin Spacey schieben muss. Entäuscht hat mich jedoch Kate Bosworth. Vielleicht mag die Dame schauspielerisches Talent haben, für die Rolle der Lois Lane fehlte es ihr am nötigsten. Natürlich ist Lois in Superman-Returns eine erwachsene Frau, die ein Kind und eine Familie hat, trotzdem fehlt es Bosworths Lois an den wichtigsten Eigenschaften. Lois ist in keinster Weise spritzig oder sprüht vor Energie, wie man den Charakter kennt und liebt. So schwer mir diese Worte auch fallen, jedoch waren sowohl Terrie Hatcher als auch Margot Kidder bessere Lois Lane Darstellerinnen. Parker Possey spielt die Rolle von Lex-Gespielin Katherine und ist immer wieder für einige Lacher zuständig. Ihre Rolle erinnert stark an die ehemaligen Film-Partnerinnen von Lex: ein wenig einfältig und mehr oder weniger harmlos. Da Marlon Brando mittlerweile verstorben ist, wurde dieser virtuell zum Leben erweckt. Marlon Brando bzw Jor-El erscheint in mehreren Kristallen in der „Festung der Einsamkeit“ und teilt sein Wissen mit dem Hüter der Kristalle. Schon alleine Brandos Stimme in den ersten paar Sekunden des Films zu hören, löste bei mir leichte Gänsehaut aus. Vor dem Film stand eine Tatsache fest; die Technik wird ein entscheidender Faktor zum Erfolg von Superman Returns sein. Glücklicherweise sind die CGI-Effekte so genial gemacht, dass ich teilweise den Mund nicht schließen konnte. Gerade bei Supermans erster Rettungsmission, krallte ich mich leicht im Kinosessel fest. Es war atemberaubend mitanzusehen, wie Kal-El der Erde entgegen fliegt und dabei ein Flugzeug fängt. Doch nicht nur die Action-Szenen waren ein Fest für die Augen, sondern auch die ganz normalen Flugszenen. Singer hat Superman so fliegen lassen, wie ich es mir gewünscht habe. Superman wirkt sehr geschmeidig in der Luft, als wären keine Drähte notwendig gewesen. Vergleicht man die starren Flugszenen aus Superman 1 mit den Flugszenen aus Superman Returns, scheinen 100 Jahre zwischen beiden Werken zu liegen. Gerade im Zusammenspiel mit der tollen Musik von John Williams, wird jede Flugszene zu einem denkwürdigen Ereignis. Der größte Negative Punkt, ist die Kontinuität der Story. Superman Returns ist das Sequel zu „Superman 2: Allein gegen alle“. Menschen die noch nie von Superman gehört oder möglicherweise nicht Teil 1 und 2 gesehen haben, werden im Kino große Probleme bekommen. Superman Returns baut direkt auf Teil 2 auf, ohne groß auf die Story der Vorgängerfilme einzugehen. Es gibt zwar kleine Rückblenden, jedoch sind diese nicht ausreichend für den Superman-Laien. Wer Teil 1 und 2 nicht gesehen hat wird sich vermutlich zu 70% fragen, was er dort auf der Leinwand sieht. Dies hängt wirklich nur damit zusammen, dass sich Singer so stark an den ersten Filmen orientiert. Es ist ihm nicht gelungen, den Franchise eigenständig zu machen. Nach dem Totalausfall von Superman 3 und 4, wäre dies vielleicht notwendig gewesen. Christopher Nolin gelang dieser Neustart mit Batman Begins ausgezeichnet. Die letzendlichen Motive von Singer kenne ich nicht, jedoch wäre mehr Eigenständigkeit wichtig gewesen, damit auch junge Zuschauer den Film verstehen.Interessante Infos: Superman Returns steckt voller Anspielungen auf die Superman-Comics oder die alten Filme. Dies wird vermutlich nur dem Kino- oder Comicliebhaber auffallen, deshalb zähle ich mal einige Feinheiten auf, die mir nach 3 Wochen noch in Erinnerung geblieben sind. In einer Szene rettet Superman der Gespielin von Lex Luther, die mit dem Auto in der Innenstadt durchdreht, das Leben. Bevor ihr Wagen in ein Restaurant fährt, befördert Superman den Wagen in die Luft. Er setzt den Wagen ab und bringt Katherine ins Krankenhaus. Am folgenden Tag sieht man Clark in Perry Whites Büro, der Fotos von Supermans Heldentat zeigt. Dieses Bild, auf dem Superman den Wagen abstellt, ist eine 1:1-Nachbildung des ersten Action-Comic-Covers. In einer anderen Szene fängt Superman ein Flugzeit aus der Luft. Als er dieses abstellt und nach den Fluggästen schaut, erklärt er diesen die statistische Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes. Dies ist ebenfalls eine Homage an Superman 1, da Superman diesen Spruch dort nach der ersten Rettung von Lois zum besten gab. Jack Larson, der Jimmy Olsen aus „Die Abenteuer von Superman“ hat ebenfalls einen Gastauftritt als Bibby, den Besitzer des Ace O´Clubs. Bei einer Jubelszene sieht man den alten Jimmy zusammen mit dem neuen Jimmy feiern. |
| < zurück | weiter > |
|---|








